Sie möchten ein gebrauchtes Motorrad kaufen, aber worauf achten Sie beim Kauf genau? Finden Sie das gewünschte Motorrad und prüfen Sie, ob es diesen technischen Anforderungen entspricht. Dank dieser 10 goldenen Kauftipps werden Sie nie wieder eine Katze in Ihrer Tasche kaufen.

1. Physischer Zustand

Wie sieht der Motor auf den ersten Blick aus? Ziemlich lebendig und nie gereinigt? Dann stehen die Chancen gut, dass der Unterhalt nicht ganz oben auf der Liste des Verkäufers stand. Wenn der Preis stimmt, können Sie das immer noch durchschauen. Aber wenn es kein Schnäppchen ist, werfen Sie einen kritischen Blick auf den Motor. Ist der Motor dagegen in einem engen Zustand, ist die Chance viel größer, dass der Besitzer ein Enthusiast ist. Ein Plus!

2. Kontrolle der Reifen

Schauen Sie sich die Lauffläche und die Wangen der Reifen genau an. Eine schräge Lauffläche kann auf eine schlechte Ausrichtung von Rahmen, Vordergabel oder Schwinge hinweisen. Mit anderen Worten, es kann etwas schief sein, zum Beispiel durch einen Sturz oder Unfall. Sie wollen auch keine Dürrerisse. Sie erhöhen das Risiko eines Blowouts und sind daher lebensbedrohlich. Überprüfen Sie das Alter des Reifens, indem Sie den DOT-Code nachschlagen. Hierbei handelt es sich um einen vierstelligen Code mit der Wochennummer und dem Produktionsjahr. 3718 = Woche 37 von 2018. Wenn der Reifen vier bis fünf Jahre alt ist, empfehlen wir, ihn durch einen neuen zu ersetzen. Das ist ein guter Punkt, um etwas vom Preis abzuschütteln.

3. Kontrolle der Bremsen

Der Zustand der Bremsbeläge lässt sich nicht auf einen Blick erkennen. Oft müssen Sie die Bremsbeläge entfernen. Das sind jetzt nicht die Kosten, für vierzig Euro haben Sie neue Bremsbeläge für das Vorderrad. Was Sie jedoch beachten müssen, sind die Bremsscheiben. Wenn diese abgenutzt sind (mit den Fingern über die Bremsfläche der Scheibe tasten), sind sie in gutem Zustand. Wenn die Bremsoberfläche holprig ist, bedeutet dies verschlissene Bremsbeläge. Eine sofortige Erneuerung der Bremsscheiben muss nicht unbedingt notwendig sein, ist es aber keineswegs hundertprozentig

Achten Sie bei der Probefahrt auch auf die Bremsen! Reicht die Bremskraft noch aus (kein schwammiger Bremshebel) und vibriert die Front beim starken Bremsen nicht? Wenn der Bremshebel schwammig ist, befindet sich wahrscheinlich Luft in der Leitung, die sich leicht auflöst. Wenn die Vorderseite des Motors beim Bremsen vibriert, verziehen sich die Scheiben, was sehr viel kosten kann.

4. Tank

Öffnen Sie den Tankdeckel und werfen Sie einen Blick in den Tank. Kaukasisches Metall ist das, was Sie sehen wollen, und sicher nicht Rost! Wenn der Tank innen verrostet ist, bedeutet dies, dass er lange Zeit mit wenig oder gar keinem Benzin im Tank gestanden hat. Rost löst sich und verstopft den Benzinfilter oder landet sogar im Vergaser/Einspritzer, mit all den Problemen, die damit verbunden sind.

5. Kupplung

Die Kupplung kann im Stillstand nicht getestet werden, deshalb müssen Sie diese auf die Probefahrt mitnehmen. Wie greift die Kupplung? Rutscht sie während der Beschleunigung immer wieder ab? Stehen Sie an der Ampel mit eingezogener Kupplung still, aber will es immer noch langsam vorwärts kriechen? Dies sind Anzeichen für Kupplungsprobleme. Dies kann oft durch den Austausch der Kupplungsscheiben und/oder des Kabels gelöst werden, aber neue Scheiben sind eine kostspielige Reparatur.

6. Kilometerstand vs. Aussehen des Motors


Ist die Laufleistung des gewünschten Fahrrads gering, aber der Sattel ist abgenutzt und die Griffe müssen ersetzt werden? Dann könnte der Kilometerzählerstand manipuliert worden sein. Natürlich kann der Vorbesitzer sehr raue Hosen oder Handschuhe mit Schleifpapier gehabt haben, aber das sind Punkte, die zu berücksichtigen sind.

7. Ist das Öl sauber?

Wie ist der Ölstand und ist das Öl in der Ölstandsanzeige/dem Pfeil noch sauber? Wenn es pechschwarz ist, ist es möglich, dass der Verkäufer den Ölwechsel nicht für vorrangig hielt, während dieser für eine ordnungsgemäße Wartung, insbesondere bei Motorblöcken, ein Muss ist

8. Prüfen Sie die Beleuchtung

Kontrollieren Sie die Lichter, wenn Sie um den Motor herumgehen. Nicht nur der Scheinwerfer und das Rücklicht, sondern auch die Blinker und vor allem das Bremslicht. Es kommt manchmal vor, dass aufgrund von Kabelbaumproblemen das Bremslicht nicht mehr auf den Bremshebel oder das Pedal reagiert.

9. Kettensatz

Was ist mit den Zähnen? Überprüfen Sie die Zahnräder auf die Schärfe der Zähne. Wenn sie scharf oder verbogen sind, ist es Zeit für einen neuen Kettensatz. Wenn Sie die Kette hinten vom Ritzel abziehen, ist die Kette ebenfalls verschlissen.

10. Gut unterstützt

Sollten Sie das Fahrrad montieren können, ist es ratsam, die Räder umzudrehen und sie links und rechts zu greifen und zu versuchen, sie zu verdrehen (links ziehen/rechts schieben und umgekehrt). Damit können Sie sehen, ob das Rad auf den Lagern Spiel hat. Lassen Sie sie auch eine Weile rotieren, um zu prüfen, ob die Radlager nicht schleifen oder die Bremsbeläge festsitzen. Ein leichtes Anziehen der Bremsbeläge ist kein Problem, aber das Rad sollte nicht abrupt zum Stillstand kommen. Dann ist es an der Zeit, den Bremssattel zu überholen.